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Manuel Bauer
© Manuel Bauer
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Sechseläutenplatz

Nachdem die Fläche zwischen Opernhaus, Theaterstraße und dem Utoquai am Zürichsee lange vornehmlich als Parkplatz genutzt worden war, konnte nach dem Beschluss, ein unterirdisches Parkhaus zu bauen, einer der größten Stadtplätze Europas geschaffen werden. Aufgrund der sich jährlich wiederholenden Nutzung durch das traditionelle Stadtfest „Sechseläuten“ und den „Zirkus Knie“ war es allerdings notwendig, den Entwurf auf die Anlässe abzustimmen. Die Planer entschieden sich, die daraus resultierenden gestalterischen Einschränkung zur Tugend zu erheben und die Faktoren Leere und Weite zu den prägenden Leitmotiven des Platzes zu machen. Je sparsamer der zentrale Raum selbst bespielt wurde, desto intensiver wurde der Belag des Platzes in den Fokus genommen. Als Material wurde Valser Quarzit gewählt, der vom Steinbruch aus über den Großteil der Strecke per Bahn transportiert werden konnte. Angelehnt an die Bühne des Opernhauses wurde der Naturstein in Parkettriemen mit einer freien Länge zwischen 50 und 130 cm und in 10 und 13 cm Breite verlegt, die jetzt das charakteristische, filigrane Raster der Fläche prägen. Im Zentrum unterbricht ein Kreis aus unbehandeltem Quarzit diese Optik und markiert so den Ort, an dem zum Sechseläutenfest jährlich eine große Strohpuppe verbrannt wird. Rings um die Feuerstelle zeigen 26 Bronze- Plaketten die Wappen der Zürcher Zünfte und stellen so ebenfalls einen Verweis zur Stadtgeschichte her. Zwei lang gestreckte Holzbänke in Richtung des Utoquais und freistehende Stühle auf fünf Bauminseln sorgen für ausreichend Sitzgelegenheiten. Bepflanzt sind die Kiesinseln mit 21 Roteichen und 35 Tulpenbäumen, welche den Platz im Herbst mit goldgelbem und feuerrotem Laub eindrucksvoll in Farbe setzen.
© Manuel Bauer
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Zürich
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8001 Zürich
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